Saving Myrobalan Trees

Ja, willkommen zur aktuellen Lage ! Hier unsere Reiseeindrücke 2016 bis 18 :

Es ist eine Menge passiert. Unsere Anbauversuchsstelle in Thailand ist teilweise von Buschfeuer zerstört worden. Über das Überleben der Bäume gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse. Unsere Bäume sollen aber nicht voll getroffen worden sein, weil die Schneise des davor liegenden Waldwegs dem Feuer teilweise Widerstand geboten hat...

Dieser Gefahr unterliegen alle dortigen Wälder und in diesem Fall hat es auch etwas Gutes, denn das Feuer kann so zum Material einer Forschungs-Arbeit werden, mit der solche Erkenntnisse zum ersten Mal wissenschaftlich fest gehalten werden können, da es genaue Aufzeichnungen zu dem vorherigen Zustand gibt.

Inzwischen sind wir nochmals dagewesen, vom ursprünglichen Feuer keine Spur mehr...stattdessen ein riesiges Feld mit Rotkohl ! Es sieht also ganz so aus, als ob die wirtschaftliche Not über die vereinbarte Waldregenerierung gesiegt hat...

Das aktuelle Video zu der traurigen Lage ist hier zu sehen...


Einige der Arurabäume in der Metropole Nordthailands sind bereits 2016 verschwunden.

Einer musste einem Tempelneubau weichen, der andere leicht auffindbare Baum im Zoo ist ebenso nicht mehr vorhanden, da der Eingangsbereich neugestaltet wurde. Dafür wurden aber viele der restlichen Bäume in diesem immer noch sehenswerten Trockenwaldpark botanisch ausgeschildert. Schade, dass dabei nicht mehr aufgepasst wurde, den wichtigsten Medizinbaum Asiens zu verschonen.

Immerhin sind im weiteren Umfeld des Zoos, der Teil des Doi Pui Nationalparks ist, noch vereinzelt Arurabäume vorhanden, soweit man studentischen Zählungen vertrauen kann...

Der größte 'Arura', den ich bisher kannte, steht immer noch im Botanischen Garten der Königin, der sich auf der stadtabgewandten Seite des Bergmassivs befindet, das Chiang Mai so spektakulär im Westen umgibt. Er befindet sich jedoch jetzt im Zentrum einer garteneigenen Baumschule mit provisorischen Bauten daneben und ist offenbar zu einem reinem Gerüstbaum für eine spezielle seltene Liane anvanciert, deren Coexistenz ein beeindruckendes Schattendach erzeugt, das den großen Baum in seiner Entfaltung aber nahezu erstickt hat.




Beide Pflanzen haben eine Registrierungsnummer, doch ich bezweifle, ob es Sinn macht, der zweifelsfrei beeindruckenden Liane zu erlauben, seinen Wirt zu ersticken.
 Seinen Platz ein jüngeres Kind dieses Baums eingenommen, der jetzt sein botanisches Muster-Schild mit elastischer Binde trägt...Der Baum ist nicht leicht zu finden, was dadurch erschwert wird, das er einigen seiner weniger seltenen Kollegen auch sehr stark ähnelt.


Der Film, der die beiden seltenen Exemplare und ihre neuerdings stark veränderte Umgebung darstellt, ist in Arbeit und wird irgendwann hier zu sehen sein.

Der eigentlich sehr sehenswerte Park geht leider (wie schon noch schlimmer der stadtnahe Zoo) Richtung Vergügunspark für wohlhabende Städter. Aber außerhalb der Wochenden und Ferienzeiten noch durchaus empfehlenswert. Es gibt mehrere Themenhäuser: Orchideen Kakteen Heilpflanzen Lotus usw. Eigentlich zuviel für einen einzigen Tag.

Auf dem Berghügel gegenüber gibt es eine luxuriöse Wohnanlage. In der Nachbarschaft etwas weiter flussaufwärts gibt es eine überteuertes, aber naturnahes Gartenhaus Park-Resort mit Bio-Anbauflächen.
Günstiger wohnt man aber in der 15 km entfernten Stadt.

Hier ein kleiner Schwenk über die imposante Waldheimat der Myrobalanbäume...

Tja, das liebe Geld, damit ist einiges passiert im Königreich. Es gibt nichts, was nicht um einiges teurer geworden wäre. Das gesamte Gefüge zwischen den Wechselkursen hat das Land für viele nicht industrielle Händler zu teuer gemacht. So mussten auch wir die Preise für viele Produkte anheben.
Es gibt fast keinen Thai mehr, der nicht mit einem Handy for der Nase rumläuft. Deshalb wissen Sie inzwischen auch, was Ihre Produkte im Ausland einbringen und haben sich entsprechend angepasst.
Das das teuerste immer noch der Transport und die Einfuhrposten sind, ist den Menschen dort jedoch nicht klar. Trotz der dort boomenden Wirtschaft träumen Sie noch immer davon, in Europa eine Existenz zu finden, das seine Arbeit ja bekanntlich nach Asien verlegt hat...

Doch zurück zum Thema unseres "Überlebensbaums". Wie gesagt, sind zwei der mir bekannten Bäume der Stadt verschwunden. Einen hat man mit dem Neubau eines flussnahen Picnictempels beinahe den Lebensraum genommen. Man hat ihn jedoch verschont und er steht jetzt sehr nahe an einem Bauwerk.
Das eingeborene Wissen um diesen Baum und seine Frucht geht dort gerade unter. Nur ein paar alte Mönche und Marktfrauen kennen Sie noch.
Wenn man eine Ping-Flussfahrt unternimmt, kommt man zuerst an einen Tempel, dort steht er, jetzt ziemlich umbaut, etwas im Eck.
 


Der große Baum im Hintergrund ist der wahrscheinlich letzte öffentlich zugängliche im Innenstadtbereich.
Die Statue mit Bart im Vordergrund zeigt den Arzt des Buddha, der die Thai in der Kunst der Energiebahnen Behandlung unterwies, von der heute die wertvolle Tradition der Thaimassage fortlebt, die rund um die Hotels flächendeckend angeboten wird. Auch wenn es nicht mehr so billig und gut ist wie noch vor einigen Jahren, kann man die Erfahrung vorbehaltlos empfehlen. Man sollte jedoch betonen, dass man die traditionelle Variante bevorzugt, die zwei Stunden beansprucht.

Der folgende Clip vermittelt zeigt seine Statue vor einem der letzten Arura-Bäumen in der Stadt...

Generell lässt sich sagen, dass der Smog in der Stadt noch zugenommen hat. Es gibt zwar noch mehr moderne Autos, aber das Zweitaktaufkommen ist ebenso angewachsen und macht den Aufenthalt dort zur Belastung. Der Rauch ist nur teilweise hausgemacht, weil auf den Feldern immer noch Reisstroh verbrannt wird und auch weil nicht weit entfernt die letzten Urwaldreste Borneos vor sich hin glimmen...